Frohe Ostern vom RoggeAusschank

In diesem Jahr kein Kloster St. Marienstern und wendische Osterreiter.


Foto: SKD (Museum für Sächsische Volkskunst)

Und auch kein Glas Wein im RoggeAusschank.
Wer aber Ohren hat, der höre.

Hörbeitrag für den Audioguide zum Sächsischen Weinwanderweg

Sternchen-Anrede und sonstiges Gendern

Mit „Liebe … Elbhang-Bewohner*innen“ wurde ich vom Elbhangfest e. V. angeschrieben. Diesem Verein ist der RoggeAusschank sehr verbunden. So gut es geht, werben wir auch für diesen u. a. mit der wehenden gelben Elbhangfestfahne und möchten hier auch dafür werben, diesen mit einer Spende über die schwere Zeit zu bringen.  

Foto: Ulrich van Stipriaan

Den Verein habe ich dennoch herzlich gebeten, die *-Schreibweise in Schreiben an mich nícht zu verwenden

Politik, Verwaltung und Medien „besternen“ mich schon von früh bis spät so, dass ich mir wie in einem Umerziehungslager vorkomme und einer Gehirnwäsche unterzogen werde. Keine „Fußgängerbrücke“ mehr, dafür eine „Zufußgehendenbrücke“. Kein „Student sein, wenn die Veilchen blühen“, sondern … . Die Moderatorin Petra Gerster hat nach eigenen Angaben viele wütende Nachrichten bekommen, seit sie begonnen hat, in der Nachrichtensendung „heute“ zu gendern. Die meisten würden das Gendern ablehnen.

Der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir, hieß es bei Kant. Und heute: Das Sternchen vor mir und dessen Morälchen in mir. Mein Gott.

Welttag des Wassers – Rede und Gegenrede

Ich sehe nicht ein, warum einer, der gerne trinkt, ausgerechnet Alkohol trinken muss, nachdem uns Gott so viel Wasser geschenkt hat (Billy Graham).

Trinkwasser

Wasser ist nicht zum Trinken da, sonst hätte Gott nicht so viel davon gesalzen (Brendan Behan).

Meerwasser

Fotos: Tania Timpone Stiftstr. 172 32278 Kirchlengern Deutschland

Nach dem 8. März

Charles Baudelaire:  „Exotischer Geruch

Das Auge schließt sich und der Sommer endet,
dein Körper riecht nach wärmeren Gestaden,
auf die mit ungeheuren Flammenschwaden
die schwere Sonne reglos niederblendet.

Insel der Trägheit, die sich bunt verschwendet
in seltnen Bäumen, reich mit Frucht beladen,
die Männer sehnig schlank, und Frauen laden
dich ein mit Blicken, die kein Zögern schändet.

Im Dufte deiner Brüste steigt ein Hafen
empor, mit gelben Segeln, die verschlafen
im weichen Wind sich aneinanderdrängen.
Und der Geruch der grünen Tamarinden

vermischt sich mit den südlichen Gesängen
brauner Matrosen, die kein Ende finden.

Erasmus Verlag, Wien 1947

Nachtrag: Rassistisch ist das Gedicht wohl nicht aber … ?
Wenn ja, dann hat das aber Konsequenzen für den Herrn Charles Baudelaire.


Quelle: Wikipedia
Gemeinfrei

Zum 8. März

Von meinem Vater gibt es das schöne Wort: freundlich sein gegen Jedermann. Mir kam nie in den Sinn, dass mein Vater Frauen mit „Jedermann“ auschloss. Sie waren eingeschlossen.
Daran musste ich denken, als kürzlich Wolfgang Thierse in der FAZ und dem DLF die Aufklärung und den auf Vernunft und gegenseitiger Anerkennung basierenden Diskurs gegenüber identitärer Rechthaberei und Auftrumpferei eindringlich beschwor und anmahnte.

Die  Reaktion von Frau Esken – Frau Halber-Vorsitzende der „um die 15%-SPD“ –  auf die Darlegungen von Wolfgang Thierse lässt mich wie folgt sarkastisch werden. Aus dem Tag der Frau ist doch gleich eine Woche aller gegenwärtigen und zukünftigen Identitäten und Identitären zu machen.

Aber Vorsicht, dann werden sich auch Rassisten und Antisemiten als auch Terroristen und sonstige Isten angesprochen und eingeladen fühlen.

Dann allerspätestens hilft aber kein Wein mehr, sondern nur noch was Hochprozentiges, wie der

Tresterbrand der Winzergenossenschaft Meissen
Schwach ausgepresste Weintrauben unseres kräftig-würzigen Traminers sind Grundlage dieses Destillates. Im Edelstahltank gelagert, auf 42%vol. Alkohol eingestellt, präsentiert sich dieser Brand dennoch weich und rund.

Doppelt-Weinfasten

So geht auch Fasten. Man kaufe sich richtig teure Weine und rühre diese gar nicht an. Man verzichtet also auf sein Geld und anschließend auf den Genuss des Gekauften. Könnnte schon zur Tortour werden

Nach der FAZ vom 27. Februar 2021, Seite 29 kann man zur Zeit z. B. eine Flasche Chateau L’Eglise Clinet, Pimeraol 2010 für gut 260€  erwerben, einen Antinori, Toscana Tignanello 2016 schon für etwas über 80€. Es geht aber noch mehr fasten. Vor gut einem Jahr wurde auf einer Weinversteigerung im Kloster Eberbach für einen Riesling 1920 glatte 18 000€ hingeblättert.

Die sächsischen Winzer werden dieses Niveau in diesem Jahr noch nicht ganz schaffen.

Foto: Renate Lehmann