Mrz 29

Aphorismus # 192 Zu Brot & Wein 2018

Ostern feiert die Einsetzung der Eucharistie und die Auferstehung. ER brach das Brot und sagte: »Dies ist mein Leib«. Anschließend erhob er den Weinkelch und sprach: »Dieser Kelch ist von meinem Blute, das für euch vergossen wird… Tut dies zu meinem Gedächtnis!«

DIESER verwendete damals am Pessachfest einen Mazzen, ein Brot was nicht jedem schmecken musste. Es besitzt jedoch einen ungeheuren Symbolgehalt und wurde zu einem zentralen Bestandteil jüdischen Lebens und jüdischer Kultur.

Aber seit dem frühen Mittelalter war Mazzen auch Auslöser für  Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung. Im Jahre 1144 entstand in Norwich erstmals das Gerücht, dass die Juden ein Christenkind entführt und geschlachtet hätten, um mit dessen Blut die Mazze für ihr Pessachfest herzustellen. Eine hinterhältige und abstruse Verleumdung, die gleichfalls ihre Wirkung nicht verfehlte.

Und heute?

So wurde erst im Jahr 2003 in Syrien eine Fernsehserie ausgestrahlt, in der unter anderem die Schlachtung eines christlichen Kindes gezeigt wurde, dessen Blut die jüdischen Protagonisten anschließend zur Herstellung und Verfeinerung ihrer Mazze benutzten.

 

Die von Messerstichen übersäte und teilweise verbrannte Leiche der 85-jährigen Mireille Knoll war am letzten Freitag in ihrer Pariser Sozialwohnung gefunden worden.

 

 

Mrz 21

Ausschank zum Wochenende

Kalt war es noch vor wenigen Tagen und weiß auch, wenn auch nicht so tiefweiß.

Nun aber mit den angekündigten Temperaturen öffnen wir am Samstag und Sonntag (bevor diese wieder runter gehen).

 

Mrz 14

Aphorismus # 191 Zu einem Femininentag Teil 2

oder vielleicht doch Krämerintag?

Und nun schlägt Frau Kristin Rose-Möhring (für die wenigen, die immer noch nichts mit dem Namen anfangen können: Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums) vor, in unserer Hymne (der dritten Strophe des „Lied der Deutschen“ von Hofmann von Fallersleben) die Worte „brüderlich“ durch „couragiert“ und „Vaterland“ durch „Heimatland“ zu ersetzen (freuen wird sich wegen dem Letzteren vielleicht Horst Seehofer). Auf was man“in“ so alles kommt, wenn diese Jemand“in“ anfängt, sich so ein  Denkmal wie eines von H v F setzen zu wollen.

Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler Tat begeistern
Unser ganzes Leben lang.
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang.

Adenauer und Heuss haben uns die Frauen und den Wein genommen. Holen wir uns die Frauen sabinerisch, wenn das Wort nicht schon mit einem Bann belegt ist, und den Wein  „couragiert“ zurück.

Dabei könnte die feminine Form von „die“ Treue, „die“ Welt, „die“ Tat und gerade noch die neutrale Form von „das“ Leben natürlich bleiben aber das Maskuline im „der“ Wein, „der“ Sang und „der“ Klang müssten – folgt man der Intention (wenngleich maskulinisch daherkommend, aber im Singular natürlich feminin, sonst hätte ein anderes Wort her gemusst) von Frau K R-M – eigentlich weg. Am besten aber, man neutralisiert alles und ändert z. B. die Treue in das Treuliche,  den Wein in das Weinliche oder den Klang in das Klangliche. Größere oder kleinere Bedeutungsverschiebungen nehmen wir wegen der an sich gut gemeinten Sache natürlich hin. Da dürften sich – Meckerer beiseite gelassen, solche gibt es immer – weder das Feminine noch das Maskuline hinten dran gesetzt fühlen.

Mit dem sängerischen Einüben der neuen Hymne wird es allerdings nicht leicht werden, aber wer singt denn heute überhaupt noch kraftvoll und mit Verve?

Wenn diese Kerle erst mal ganz – dieses Mal aus gutem Grund – den Mund halten, dann hätte es – gewollt oder nicht – Frau K R-M & Co“in“ geschafft.

 

 

 

Mrz 12

Aphorismus # 190 Zu einem Femininentag Teil 1

Wir hatten doch zum evangelischen Kirchtag 2017 die für dieses Ereignis geschaffene  Änderung der vierten Strophe des ehrwürdigen Liedes „Der Mond ist aufgegangen“ von Mathias Claudius aus der Zeit um 1777.
Wie gern wird auf dem Weinberg zur Abend- und Abschiedstunde dieser Text sowohl von Mann als auch von Frau gesungen. Und immer wieder auf Neue.

Zwei Lesben texteten kirchentagsamtlich die Zeile „So legt euch denn, ihr Brüder“ um in „So legt euch, Schwestern, Brüder“ (wenn das nicht erst recht nicht … ist). Auch das herzliche Sprachbild vom kranken Nachbarn haben diese gelöscht. Stattdessen sollen wir singen „und alle kranken Menschen auch“.

Mrz 09

Rogge’s Ausschank beginnt

Porta Patet, Cor magis
Wahlspruch der Zisterzienser.

Am Samstag „wegen Wetter“ allerdings mal so oder mal so.

 

Mrz 08

Aphorismus # 189 Frauentag

Das Gedicht „avenidas“ von Eugen Gomringer

„avenidas / avenidas y flores / flores / flores y mujeres / avenidas / avenidas y mujeres / avenidas y flores y mujeres y / un admirador“
„alleen / alleen und blumen / blumen / blumen und frauen / alleen / alleen und Frauen / alleen und blumen und frauen und / ein bewunderer“ 

sei sexistisch und verschwindet aus dem öffentlichen Raum.

Freunde, wenn, dann droht Gefahr auch dem Wein- und … liebhaber.

 

Ältere Beiträge «

» Neuere Beiträge

Follow

Get every new post on this blog delivered to your Inbox.

Join other followers: