Die Bitte der Jünger auf dem Weg nach Emmaus

„Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden“. Und er blieb erst einmal bis zum Brotbrechen.

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Caliari, Paolo, gen. Veronese (1528-1588); Christus mit den Jüngern in Emmaus
Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Die Frauen am Ostermorgen


Scarsella, Ippolito (1551-1620); Die Frauen am Grabe
Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Das Bild des Karsamstages


Friedrich Press, Die Pieta in der Dresdner Kathedrale. (Kathedrale Dresden)

Das Wort des Karfreitages

ist „mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“ nach den Synoptikern oder „Es ist vollbracht“ nach Johannes.

Zwar blüht der Feigenbaum nicht, an den Reben ist nichts mehr zu ernten, der Ölbaum bringt keinen Ertrag, die Kornfelder tragen keine Frucht; im Pferch sind keine Schafe, im Stall steht kein Rind mehr. Jesus Christus hat uns geliebt und durch sein Blut befreit von unsern Sünden. Dennoch will ich jubeln über den Herrn, und mich freuen über Gott, meinen Retter. Gott, der Herr, ist meine Kraft. (Aus der Trauermette des Karfreitags).

Das Getränk des Gründonnerstages

ist der ge“wandlung“te“ Wein, das eucharistische Blut Christi.


Dolci, Carlo (1616-1686) –  Christus, Brot und Wein segnend
Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

So unbekannt ist einem Coinoissers die Wandlung eines Weines nicht. Wenn es mal aufgehen sollte, dann verwandelt sich ein solcher binnen weniger Jahre von einem  wilden grad vergorenen Rauscher zu einem Säulenheiligen, so schlank und geradlinig wie eine gotische Kathedrale und dennoch so schwer zu entschlüsseln wie eben eine solche. In einem hundertjährigen Buch eines Franzosen heißt es, ich glaube nicht an Gott, aber ich sehe ihn, abgewandelt ich glaube nicht, aber ich schmecke ihn.

Das Tier des Palmensonntags

ist der Esel. Auf einem solchen ritt Jesus in Jerusalem ein, damit die gewaltige Machtfülle
eines Pferdreiters auf ewig konterkarierend.

Gheeraerts, Marcus, der Ältere; Pferd und Esel
 Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Wie es heißt, war es angeblich auch ein Esel, der an den Reben eines Winzers herumfraß und den Trieb des vergangen Jahres massiv kürzte. Dieses Weniger wurde bei der Ausbeute des Jahres aber ein enormes Mehr. Da schimmert Gründonnerstag hervor, aus Wein wird sein Blut. Mehr geht überhaupt nicht.