Für diese Tage

Nicht ziemt den Königen Wein zu trinken, noch Fürsten das Verlangen nach starken Getränken. Sonst trinkt einer und vergisst dann, was vorgeschrieben, und entstellt die Rechtsansprüche aller Bedrückten. Gebt vielmehr das starke Getränk dem Verzweifelnden, und den Wein den Verbitterten. Er trinke, dann vergisst er seine Armut, und denkt nicht mehr seiner Mühsal (Buch der Sprichwörter 31, 2-7).

Trinkgelage
Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Gotthold Ephraim Lessing (1729–81)
Eine Gesundheit

Trinket Brüder, laßt uns trinken
Bis wir berauscht zu Boden sinken;
Doch bittet Gott den Herren,
Daß Könige nicht trinken.
Denn da sie unberauscht
Die halbe Welt zerstören,
Was würden sie nicht tun,
Wenn sie betrunken wären?

Anm. d. Verf.: Wenn das nicht Urheberrechtsverletzung ist.

Wiedereröffnung Semperbau

Die Wiedereröffnung Semperbau steht unmittelbar.  Dann können wir wieder bestaunen:

Ein gutes Jahr 2020 2.0

Zur Zukunft des deutschen Weines angesichts der heißen und trockenen Sommer schreibt die FAZ vom 28.12.2019:
“… Was 1959, 1971 und 1976 (Jahrhundertweinjahre, d. Verf.) eine glückliche Laune der Natur war, hat heute System. Die Güte des Weins liegt heute weniger in der Gnade der Natur als in der Hand des versierten Winzers. Denn die Rebe liebt zwar die Sonne, aber noch mehr den Schatten ihres Herrn.“

Ganz vorn unsere Riesling-Reben, dahinter die Pillnitzer Weinbergkirche.
 Copyright: Deutsches Weininstitut (DWI)

Väter und Weihnachten

Dieser Tage wird eine Studie bekannt, die in Großbritannien untersucht hat, welche Kosten Kinder und Jugendliche, die keine sichere Bindung an die Eltern hatten, für Ausgleichsmaßnahmen jeglicher Art verursachen. Das Ergebnis hat die Fachleute wegen der Höhe der Kosten sehr überrascht. Die Kosten waren sogar am allerhöchsten dann, wenn keine sichere Bindung an den Vater vorhanden war. Umgekehrt bedeutet das für Kinder mit einer sicheren Bindung an den Vater, dass diese ziemlich gut durch das Leben trotz aller möglichen Unbill kommen.

Nun feiern wir die Geburt eines Kindes, das gleich zwei Väter hatte. Einen für das irdisch-notwendige, den Josef, und einen für das Himmlische, den Gottvater. Zu beiden hatte  es eine feste Bindung, vor allem als Erwachsener dann zu dem Letzteren, mit dem er im Gebet in einem regen Austausch stand, weil es um mehr als Essen und Kleidung ging. Und spätestens im Garten von Gethsemane wurde ihm im Gebet mit seinem himmlischen Vater klar, dass er den Tod für uns alle auf sich nehmen musste. Dafür hat sein Vater ihn auch auferstehen lassen.

Mit Weihnachten beginnt wieder der Lauf von dieser Geburt bis zu diesem Tod und dieser   Auferstehung.  Frohe Weihnachten für den Zauber dieser Geburt aber erst einmal. Jedoch wissen wir, das Wichtigste kommt ja noch am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang.

Die Sonne steigt wieder höher

und „der Winter ist vorbei. … Am Feigenbaum reifen die ersten Früchte; die blühenden Reben duften“, lt. Hld 2, 13

Noch bis zum 05. Jänner

Foto Renate Lehmann

Pillnitzer Christmas Garden 2019 von uns oben nach unten