Sep 15

Aphorismus zum Tage # 87

Die Orange Revolution in Kiew (das Orange geht auf die vielen dortigen Kastanienbäume zurück) ist schon fast vergessen. Aber was ist ein Orangewein nach Weißwein, Rosewein und Rotwein.

Halten wir zunächst fest. Endlich scheinen die Keller in ganz Deutschland in der Lage zu sein, blitzsaubere klare Weine zu machen, deren Mineralität, da wo sie denn wie auf dem granitenen Pillnitzer Königlichen Weinberg auch in den Wein eingeht, dadurch umso besser zum Tragen kommen kann.

Weit gefehlt, nichts ist von all dem mehr heilig. Orange Winzer ernten und machen auch Wein. Aber sie verzichten auf alles, was den modernen Weinausbau ausmacht. Sie nehmen die Ernte und verbringen die Trauben – das Wort schmeißen unterlasse ich –in Tonamphoren, die in die Erde eingelassenen sind.

Und dann ist Ganztraubenfermentation angesagt. Kein Pressen, Abpumpen, Filtern, Schönen mehr und alles das, was es da noch vor, um und nach der Gärung so gibt. Diese Art Fermentation darf und soll sich ruhig über Monate hinziehen. Ohne Schwefel einzusetzen entsteht bei langer Nachbarschaft von dem gärenden Saft und den Schalen der Beere ein orangefarbener Wein.

Eines kann man sich gut vorstellen, diese Weine sehen nicht nur anders aus, nein sie schmecken auch ganz anders als das, was wir bisher so unter Wein kennen. Kommen sie, wenn sie mal im Friaul sind, bei dem Winzer Josko Gravner vorbei. Dieser macht solche Weine. Er wird Ihnen auch erzählen, so hat man in den Urzeiten wohl nur Wein herstellen können.

Aber warum hat man seit der „Erfindung“ des Weines seine Herstellung stets und ständig verbessert? Und warum geht man nun wieder 2000 und mehr Jahre zurück? Eines gilt als sicher, wenn nicht so eine fulminante Wirkung von diesem ausgegangen wäre, dann wäre der Wein menschheitsgeschichtlich nur eine Episode gewesen, schlicht und einfach vergessen worden. Nun ist dieser als ein Kulturprodukt allerersten Ranges lebendig wie eh und jeh. In jedem Glas Wein, das wir zu uns nehmen, nehmen wir auch den Anfang mit auf. Bei den Orange Winzern soll der Anfang im Heute wohl unmittelbarer und direkter sowohl zu sehen als auch zu schmecken sein.

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(Lesen Sie z. B. auch hier http://www.weinkenner.de/2010/wiener-premiere-gruener-veltliner-aus-der-tonamphore-12068/)

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Sep 11

Drei Nachrichten fürs Wochenende

Die schlechte heißt, dass wir aus Wettergründen aber mit großem Bedauern die Veranstaltung “Wein & Jazz” absagen müssen.

Die gute ist, dass ebenfalls wetterentsprechend der Ausschank aber geöffnet hat, Samstag und Sonntag.

Die dritte, so dazwischen, sagt an: wir könnten den Jazz mit dem Singen am 3. Oktober kombinieren. Falls die Musiker frei sind.
Wir lassen Sie’s wissen.

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Sep 10

Lauf, Borsberglauf, lauf!

Wenn’s bei uns am 3. Oktober heißt “Wein & Gesang”, dann sind vor allem Stimme und/oder Kehle gefragt. Ganz in der Nähe sind dann aber noch ganz andere körperliche Fähigkeiten nötig: Beim 12. Borsberglauf geht bis zu 17,5 Kilometer hinauf und hinab bis fast auf Dresdens höchste Erhebung. Kürze Varianten sind natürlich möglich, bis hin zum Bambini-Läufchen. Im letzten Jahr haben bis zu 800 Sportler teilgenommen, eine frühe Anmeldung macht also sicherlich Sinn.

letter_borsberglauf

Und anschließend bei “Wein & Gesang” vorbei zu schauen, ist für den einen oder anderen sicher auch eine machbare und begrüßenswerte Option.

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Sep 03

Die Pillnitzer Weinlese startet heute…

… und zwar mit der Sorte Solaris, aus der vorwiegend Federweißer gemacht wird. Danach geht es Schlag auf Schlag – Müller-Thurgau, Goldriesling, Baccus und Gutedel folgen innerhalb weniger Tage. Wir steigen zum ersten Mail bei der Weißburgunderlese mit ein, bis dahin sind es aber noch ein paar (hoffentlich sonnige) Tage.

Solaris grape and leaf

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Sep 03

Zum Wetter im August 2014 …

So wie sich das Wetter gegenwärtig an den beiden ersten Septembertagen zeigt, so endete der August an seinem letzten Tag. Dennoch ließen sich die Sachsen nicht abhalten, auch an dem zweiten “Tag des offenen Weingutes” in die Weinberge zu gehen.Tag des öffentlichen Weingutes 2014 (Foto: Jürgen Kalb)

Bis jetzt sind die Beeren auf unserem Stück des Berges gesund, aber muss nicht gesagt werden: noch gesund. Und das „noch“ drückt erhebliche Befürchtungen aus.

Dieser August war wirklich kühler als im letzten Jahr. Immerhin 1,5 grad weniger und genau auch 1,5 grad weniger als im langjährigen Mittel. Wir wissen es, wir hatten mehr Wolken und mehr Regen und weniger Sonnenstunden.

Das Letztere schmerzt sehr. Es waren durchschnittlich rund 1 ½ Stunden weniger Sonne je Tag als im Jahr zuvor. Was  hilft es.  Aber noch zehren wir von dem bisherigen Verlauf des Jahres. Setzen wir auf einen sonnigen September.

 

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Aug 31

Musik liegt in der Luft…

Die Tage des offenen Weingutes sind gerade vorbei, da werfen weitere Großereignisse ihren Schatten voraus. Wir möchten Sie schon jetzt auf unsere zwei Jahreshighlights einstimmen und aufs herzlichste hierzu einladen:

Wein & Jazz am Leitenweg | 14. September, ab 12 Uhr | in guter Tradition mit der Pirnaer Jazzband Pique

Wein & Gesang am Leitenweg | 3. Oktober, ab 12 Uhr

Beide Veranstaltungen richten wir gemeinsam mit dem Winzerhof Sauer “01326″ aus und beide finden jeweils auf der großen Freifläche direkt am Winzerhaus am oberen Leitenweg statt.

Plakat-A3

Für alle Ortsfremden: Der Leitenweg selbst ist der Wander- und Spazierweg an der oberen Kante des Pillnitzer Berges – der “Zustieg” zum Weg liegt nur wenige Meter von unserer Weinbergspforte entfernt.

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