Ausschank und Konzert

Dieses Wochenende ist geöffnet und wir laden zum Konzert ein.

Am Sonntag präsentiert Viviendo
Klavichord und Sax von 14 bis 16 Uhr.

Unsere nächste Verantstaltung ist dann

Singen von Volksliedern von 14 bis 16 Uhr
gemeinsam mit geübten Choristen
am 3. Oktober

 

Aphorismus zum Tage #202

Wie das Wetter am Tag Mariä Himmelfahrt (Aufnahme Mariens in den Himmel),

so der ganze Herbst, meinen die Bauern.

 

Aphorismus #201 Endlich Wasser

 

Während im Bild von Cranach die Baalspriester wie verrückt tanzen und kein Funke stiebt, brennt das Opfer des Elias. In diesem Moment sieht der Junge oben rechts auf dem Felsvorsprung den dann nach einer längen Dürre endlich fallenden Regen etwas links unten von ihm aus dem Wasser aufsteigen.

Aphorismus #199

Letztens konzertierten sechs lebende Engländer in der Weinbergkirche. Zum europäischen Ausgleich hier der allerdings schon verstorbene Franzose Charles Baudelaire mit einem seiner Gedichte:

„Der Wein des Einsamen“

Der sonderbare blick der leichten frauen
Der auf uns gleitet wie das weisse licht
Des mondes auf bewegter wasserschicht ·
Will er im bade seine schönheit schauen ·

Der lezte thaler an dem spielertisch
Ein frecher kuss der hageren Adeline
Erschlaffenden gesang der violine
Der wie der menschheit fernes qualgezisch –

Mehr als dies alles schätz ich tiefe flasche ·
Den starken balsam den ich aus dir nasche
Und der des frommen dichters müdheit bannt.

Du giebst ihm hoffnung liebe jugendkraft
Und stolz dies erbteil aller bettlerschaft ·
Der uns zu helden macht und gottverwandt.

Aus dem Französischen von Stefan George 

„Le Vin du solitaire“

Le regard singulier d’une femme galante
Qui se glisse vers nous comme le rayon blanc
Que la lune onduleuse envoie au lac tremblant,
Quand elle y veut baigner sa beauté nonchalante ;

Le dernier sac d’écus dans les doigts d’un joueur ;
Un baiser libertin de la maigre Adeline ;
Les sons d’une musique énervante et câline,
Semblable au cri lointain de l’humaine douleur,

Tout cela ne vaut pas, ô bouteille profonde,
Les baumes pénétrants que ta panse féconde
Garde au coeur altéré du poète pieux ;

Tu lui verses l’espoir, la jeunesse et la vie,
– Et l’orgueil, ce trésor de toute gueuserie,
Qui nous rend triomphants et semblables aux Dieux !

Und Baudelaire glaubte: Der Wein bringe nur das zutage, was ohnehin in einem steckt: Schlechte Menschen werden unausstehlich, gute Menschen werden unübertrefflich.

Aphorismus # 197

Amos 9, 13 verkündet: Seht, es kommen Tage … da triefen die Berge von Wein, und alle Hügel fließen über.

So wortgetreu darf man den Amos in diesem Jahr hier bei uns nicht nehmen. Wir reduzieren wegen der Trockenheit an allen Stöcken die Trauben und an schwach gebliebenen Trieben entfernen wir sogar alles.
Also so überreich wird die Ernte nicht, aber Bauern klagen immer, pflegte mein Großvater mütterlicherseits häufig zu sagen.

Aphorismus # 196

Das waren am letzten Sonntag bei schönstem hellklarem Frühsommerlicht zwei Laienmusiker.

Hingewiesen wird auf
Sonntag, den 16. September  d. J.
von 14 bis 16 Uhr
Da kommen mit Saxofon und Klavichord die zwei studierten Berufsmusiker
Philipp (Sax) und Marcel (Klavichord).

Der Ausschank beginnt aber wie üblich 12 Uhr.