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Mrz 15

Aphorismus zum Tage # 150

Rogges Weinlese 2016 im Vergleich zum gesamten PKW

Nach Aphorismus im Februar 2017  „Weinlese 2016 in Sachsen“ stehen noch die Anmerkungen des Verfassers zur eigenen Ernte aus.

Wenn in Sachsen unser „sächsisches Wein-Flagschiff“, der Traminer, mit durchschnittlich 95 Oechsle erzeugt wurde – wie es am 09. Februar 2017 hieß –  so der Roggesche mit 101 Oechsle. Auf den gesamten Hang bezogen waren es immerhin fast 97 Oechsle.

Riesling und Weißburgunder ernteten Rogges mit 83 und 93 Oechsle. Der Pillnitzer Hangdurchschnitt lag beim Riesling bei 80 und beim Weißburgunder bei 86 Oechsle ohne große Streuung.
Pillnitzer Weinleseimpressionen, Traminerlese am 1. Oktober 2011Das Jahr 2008 ist in dem Beitrag vom 09. Februar als Referenzjahr herangezogen worden. Damals wurden unsere Weißburgunder mit 90 und der Traminer wie im letzten Jahr mit 101 Oechsle produziert. Der Riesling brachte damals aber sehr anspruchsvolle 90 Oechsle zustande. Das war schon was und das alles bei einer Erntequote von 1,4 kg je qm. Das liegt lange, lange zurück. Im letzten Jahr lag die Quote bei 1,0 kg. Weniger Masse bedeutet eigentlich höhere Qualität. Seit 2008 war der Wurm aber richtig drin. Das zeigt sich auch bei dem 2016er Riesling, obwohl die Qualität der Traube immer noch im Bereich Spätlese eingeordnet werden kann.

Wieso aber gibt es bei dem Riesling diese Differenz, obwohl es doch oben hieß: wir hatten 2016 eine gute Wetterperiode von Mitte August bis Mitte September. Die damit intendierte Aussage, da muss es ja gut werden, gilt für alle Sorten, aber für den Pillnitzer Riesling mit folgender Einschränkung. Nach der guten Wetterperiode setzte Mitte September wieder Starkregen ein, der den Boden tief durchnässte. Bei ziemlich hohen Temperaturen waren die Stöcke noch richtig virulent und diese zogen Wasser. Die an sich eher kleinen Rieslingbeeren reicherten sich reichlich mit Wasser an, vergrößerten sich (sahen wunderschön aus) und wie in den letzten Jahren fingen diese an zu platzen. Wer genau hinsah, konnte den kleinen Schlitz in der hellen Beerenhaut sehen, wo sich bald nach dem Aufplatzen auf den Rändern des Schlitzes ein weißer Belag – Schimmel und damit Verderb – bildete. Es ging im letzten Jahr 2016 gerade noch gut. In den Jahren zuvor begann dieses Art Elend um etwa zwei Wochen früher und betraf damit nicht nur den Riesling, diesen aber erheblich,  sondern auch die anderen Sorten.
Wenn das in den nächsten Jahren so weiter geht, ist der Pillnitzer Riesling ein Kapitel für sich. Als ausgesprochener Rieslingtrinker bin ich auf den 2016er gespannt wie ein Flitzebogen. Die anderen Sorten sind bei den geernteten Qualitäten richtige Selbstläufer und werden was.

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